Ein Ölgemälde entsteht

Vom Foto zum fertigen Ölgemälde ist es ein langer Weg, den ich gerne anhand von "Wilma" einmal zeigen möchte.

Zunächst suche ich mit dem Besitzer die Fotovorlage aus. Nicht selten bleiben aus anfänglich 20 Fotos zum Schluss maximal 2 gute Vorlagen.

Dann kann es losgehen. Von der Vorzeichnung mit Acryl bis zum letzten Pinselstrich in Öl vergingen bei Wilma 60 reine Arbeitsstunden, verteilt über 2 Monate. Ich male in der Altmeistertechnik, das heißt in mehreren Schichten. Immer wieder werden neue Lasuren aufgelegt und dazwischen bedarf es "Antrocknungszeiten".

Kürzlich habe ich in einem Interview versucht zu erklären, warum ich mich selbst nicht als fotorealistische oder gar hyperrealistische Künstlerin sehe. Ich habe in der Regel "keinen Plan", sondern ich beginne und sehe dann, was kommt. Ich lasse es fließen und gebe alles, was ich kann. Die meisten meiner Modelle kenne ich nicht persönlich. Während des langen Malprozesses kommt es zu einer tiefen Verbindung zwischen dem "Objekt" und mir. Unkontrollierbar,  plötzlich werden die Modelle auf meiner Staffelei lebendig. Manchmal ist dies für mich wie Meditation, ein anderes Mal rede ich sehr viel mit ihnen. Vielleicht ist es einfach das, was ich reflektieren möchte. Pinsel, Farbe und Bleistifte sind nur meine Werkzeuge. Wenn die Menschen dies beim Betrachten meiner Bilder fühlen, dann bin ich wirklich glücklich.

Painted Friends

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